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AG Kommunikation im Qualitätsmanagement und Risikomanagement

Dr. Horst Poimann (nchpraxis(at)neurochirurgie.com), Dr. Stefan Pilz (s.pilz(at)fontheim.de), Leiter der Arbeitsgruppe (Stand 10.11.2017)

Die AG Kommunikation im Qualitätsmanagement und Risikomanagement besteht seit September 2013. Die Leitung haben Herr Dr. med. Dipl. Psych. Horst Poimann, Würzburg und Herr Dr. med. Stefan Pilz, Göttingen/Liebenburg inne.

Fehler in der Kommunikation sind weltweit in der medizinischen Versorgung eine der wesentlichen und häufigsten Ursachen von Schadens- und Todesfällen. Es lässt sich evidenz-basiert zeigen, dass verbesserte Kommunikation im Krankenhaus in der Praxis zu weniger Fehlern, höherer Qualität und mehr Sicherheit für den Patienten führt. Die AG sammelt empirisch belegte und weltweit wirksam erprobte Kommunikationsmuster und Kommunikationsstrukturen, sichtet sie und verdichtet sie übersichtlich anwendbar so, dass sie unter dem Aspekt des Anwendernutzens zu einer Steigerung der Qualität und zu einer Reduzierung des Risikos, d.h. einer erhöhten Sicherheit für die Patienten dienen werden. Direkte Kommunikation von Professionellen in der Gesundheitsversorgung steht im Fokus unter Berücksichtigung und Orientierung an der Patientenperspektive und dem Nutzen für Mitarbeiter und Teams. Neben allgemeinen Beiträgen, wie man mit Blick auf die jeweilige Situation richtig kommuniziert, gibt es spezielle Themen zu Brennpunkten der Versorgung wie etwa Transfer oder Übergabe von Patienten, Kommunikation mit Migranten, Information für den Patienten, Aufklärung vor Operationen, Kommunikation des OP-Teams und Gespräche mit Patienten und Angehörigen nach Schadensfällen.

Die AG Kommunikation in Qualitäts- und Risikomanagement hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kommunikationswerkzeuge für diese Brennpunkte der Kommunikation in der Gesundheitsversorgung für den deutschen Sprachraum aufzubereiten, für die sich die Wirksamkeit wissenschaftlich belegen lässt und welche sich im Alltag bewährt haben. Darüber hinaus unterstützt die AG die Einführung dieser Kommunikationswerkzeuge im klinischen Kontext. Jedes Kommunikationstool wird nach einem einheitlichen Muster aufbereitet:

  1. Theoretischer Hintergrund und wissenschaftliche Evidenz,
  2. Voraussetzungen und Ziele bei der Einführung,
  3. Maßnahmen und Haltung bei der Umsetzung,
  4. Anwendungsszenarien und Literatur.

Diese Aspekte werden zum jeweiligen Werkzeug in ausführlicher Form dargestellt. Zusätzlich gibt es eine Kurzbeschreibung des Tools für die unmittelbare Anwendung vor Ort aus der Kitteltasche (leicht verständlich, anpassbar auf verschiedene klinische Settings) und Material zur Mitarbeiterschulung. Die Ergebnisse werden von der GQMG zur Verfügung gestellt.

Update 10. November 2017:

Ausgangspunkt der künftigen Veröffentlichungen ist das Positionspapier vom Mai 2015: Kommunikation in Qualitäts- und Risikomanagement [Download ...], das Rahmen, Hintergründe und Ziele zusammenfasst (Autoren: Dr. med. Markus Holtel, Dr. med. Stefan Pilz, Katrin Pivernetz, Susanne Rode, Anna Wiesmann, Dr. phil. Heidemarie Weber, M.A., Dr. med. Dipl-Psych. Horst Poimann).

Bereits erstellt sind die

  • Arbeitshilfe Bessere Kommunikation 1: Grundregeln der Kommunikation (Langform, Stand 12.12.2016) [Download ...].
  • Arbeitshilfe Bessere Kommunikation 2: SBAR als Tool zur fokussierten Kommunikation (Langform, Stand 4.12.2015) [Download ...].
    SBAR steht dabei für Situation, Background, Assessment und Recommendation und unterstützt z.B. Übergaben.
  • Arbeitshilfe Bessere Kommunikation 3: Dolmetschen für Patienten
    (Langform, Stand 15.4.2016) [Download ...].
  • Arbeitshilfe Bessere Kommunikation 4: Kommunikation bei der Visite
    (Langform, Stand 12.12.2016) [Download ...].
  • Arbeitshilfe Bessere Kommunikation 5: Kommunikation im OP
    (Langform, Stand 21.08.2017) [Download ...].
  • Arbeitshilfe Bessere Kommunikation 6: Kommunikation unerwünschter Ereignisse
    (Langform, Stand 12.10.2017) [Download...]

Die jeweiligen Pocketversionen können bei der AG angefordert werden. Zudem gibt es entsprechende Postkarten, die Sie bei der Geschäftsstelle beziehen können.

Parallel erfolgen nach und nach Veröffentlichungen zu den einzelnen Tools in verschiedenen Fachzeitschriften (z.B. im Deutschen Ärzteblatt, Zeitschrift für ambulante Neurochirurgie, Führen & Wirtschaften etc.), Fachvorträge auf Tagungen wie zuletzt bei den Jahrestagungen und Summercamps der GQMG sowie der Jahrestagung des APS in Berlin und online in sozialen Medien wie LinkedIn und XING.

Für 2017/18 sind Veröffentlichungen zu folgenden Schwerpunkten in Vorbereitung

  • Ask me 3, eine Orientierungshilfe für Patienten
  • „Speak Up“, das Recht, Bedenken zu äußern (Bsp. Englisch CUS: I feel concerned, uneasy, it is a dangerous situation)
  • Shared Decision Making
  • Kommunikation im Beschwerdemanagement
  • Informationsvermittlung am Telefon
  • Kommunikation im Medikationsprozess

Die nächsten Termine für Telefonkonferenzen/Treffen der AG sind am

  • Fr. 08.12.2017, 10-16 Uhr; Treffen der AG in Würzburg
  • Di. 16.01.2018, 20.30 Uhr, Telefonkonferenz

Nähere Infos bei Dr. Horst Poimann oder Dr. Stefan Pilz.